Kunst als Ausweg?


Kleinigkeiten, nichts als Kleinigkeiten.

Es ist das Unmögliche an sich, das wir lieben. Es ist der Traum, die Nuancen, das Jenseits, die Kunst, die mit den Wolken reist, die die Reflexe bändigt, für die das Reale nichts weiter ist als ein Ausgangspunkt und das Papier als solches, eine zarte blanke Gewißheit, um sich in die Abgründe des Mysteriums zu stürzen, die in der Höhe liegen und locken. Alle Kräfte fließen  in die Intensivierung des übenden Subjekts, das sich im Gang der Exerzitien zu immer höheren Stufen einer rein performativen Seinsweise entfaltet. Was man die vita contemplativa genannt hat, um sie der vita activa gegenüberzustellen, ist in Wahrheit eine vita performativa.


Etymologie und Wortgebrauch


Kunst ist ein deutsches Wort. Bereits im Althochdeutschen lautete es kunst (Plural kunsti), im Mittelhochdeutschen kunst. Ursprünglich ist kunst ein Substantivabstraktum zum Verbum können mit der Bedeutung „das, was man beherrscht; Kenntnis, Wissen, Meisterschaft“. Die Redewendung „Kunst kommt von Können“ ist also etymologisch, dem Wortursprung nach, richtig.

Die heutige Bedeutung des Wortes hat sich dadurch entwickelt, dass zusätzlich der lateinische Begriff ars mit „Kunst“ ins Deutsche übersetzt wurde (Lehnbedeutung), beispielsweise in ars vivendi. Besonders seit der Neuzeit wird der Begriff zunehmend mehrdeutig, weil neben alten Verwendungen des Wortes - im Sinne von „Lehre, Wissen“ - neue auftreten - im Sinne des Plurals Künste als „Kunstgattung“, etwa autonome bzw. schöne Künste.
 
Der Begriff Kunst wurde und wird mithin gebraucht:
Im Sinn von Wissen, Erkennen, Erkenntnis, Einsicht.  Ausgehend von der Philosophie der Antike, beispielhaft die „Hebammenkunst“ des Sokrates, wurde der Begriff Kunst seit dem 16. Jahrhundert nicht nur zur Beschreibung eines Wissens gebraucht, der Begriff wird ebenso synonym für Philosophie, aber auch die (Natur-)Wissenschaften verwendet.
 
Das Wort Kunst bezeichnet im weitesten Sinne jede entwickelte Tätigkeit, die auf Wissen, Übung, Wahrnehmung, Vorstellung und Intuition gegründet ist (Heilkunst, Kunst der freien Rede). Im engeren Sinne werden damit Ergebnisse gezielter menschlicher Tätigkeit benannt, die nicht eindeutig durch Funktionen festgelegt sind. Kunst ist ein menschliches Kulturprodukt, das Ergebnis eines kreativen Prozesses.