Philosophie des Glücks

 
Das Wort „Glück“ kommt von mittelniederdeutsch gelucke (ab 12. Jahrhundert) bzw. mittelhochdeutsch gelücke. Es bedeutete „Art, wie etwas endet/gut ausgeht“. Glück war demnach der günstige Ausgang eines Ereignisses. Voraussetzung für den „Beglückten“ waren weder ein bestimmtes Talent noch auch nur eigenes Zutun. Dagegen behauptet der Volksmund eine mindestens anteilige Verantwortung des Einzelnen für die Erlangung von Lebensglück in dem Ausspruch: „Jeder ist seines Glückes Schmied“. Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt in diesem Sinne außer von äußeren Umständen auch von individuellen Einstellungen und von der Selbstbejahung in einer gegebenen Situation ab.
 

Glücksbegriff und Glücksstreben in der Philosophie

Philosophie spielte bereits in der griechischen Antike die Rolle eines Wegweisers zur Lebenskunst, die ihrerseits als Grundlage eines glückenden Daseins galt. Dabei sind die Ratschläge der Alten zur Lebenskunst noch immer beachtenswert, weil auf diesem Feld – anders als in den modernen Wissenschaften – nicht die immer neuen Entdeckungen und Erfindungen dominieren: „Die zwei entscheidenden Faktoren, die Herausforderungen des Lebens und die glückstauglichen Antworten, sind wegen ihres Zusammenhangs mit der Conditio humana in ihrem Kern kultur- und epochenunabhängig.“

Was den antiken Glücksbegriff vom modernen tendenziell unterscheidet, liegt in dem Bemühen der frühen Philosophen, objektive Glücksmaßstäbe zu entwickeln (d. h. äußere Güter oder innere Haltungen des Menschen), aus deren Erfüllung das Lebensglück abzuleiten sei („Erfüllungsglück“), während die moderne Auffassung eher von subjektiven, episodischen Eigenbewertungen der Individuen ausgeht („Empfindungsglück“): „Die enorme Bedeutung der modernen Subjektivierung des Glücks wird etwa im politischen Liberalismus erkennbar. Zentrale Merkmale der liberalen Demokratie sind ja ihre Offenheit gegenüber unterschiedlichen Auffassungen vom guten Leben und ihre prinzipielle Neutralität gegenüber divergierenden Glücksvorstellungen.“


“Viele Tätigkeiten des menschlichen Lebens können bewusst oder unbewusst als Strategien verstanden werden, Stimmungen zu verändern".


„Alles,  vom  Lesen  eines  Romans  oder vom  Fernsehen  bis  zu  den Aktivitäten und Freuden,  für die wir uns entscheiden, kann als ein Bemühen aufgefasst werden, zu erreichen, dass wir uns besser fühlen".


"Alles was Menschen, vom Arbeiter/Unternehmer, vom Wissenschaftler/Philosophen tun, kann als ein Bemühen aufgefasst werden, zu erreichen, ihren Machtbereich zu erweitern". Macht gibt uns das Gefühl das Leben im Griff zu haben. Macht über das Leben, den Tod und vielleicht darüber hinaus! Nicht nur der Intelligentere hat Macht, sondern auch der Stärkere hat Macht!

 

"Lasst euch nicht verführen, lasst euch nicht betrügen, lasst euch nicht vertrösten."

Bert Brecht


“Vor allem die Diktatoren wissen, warum sie immer und in jedem Fall für Spiel,  Sport und Unterhaltung sind: es unterhält, benebelt und verdummt."

Thomas Bernhard